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Ordination Dr. A. Rogan |
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Medizinische Informationen |
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HPV-Impfung Häufig Gestellte Fragen
Die quadrivalente HPV-Vakkzine „Gardasil ®" (Sanofi Pasteur MSD) wurde am 21.9.2006 für Europa zugelassen. Die Impfung dient zur Vorbeugung von Infektionen mit den Humanen Papilloma-Virusstämmen 6, 11, 16 und 18.
•Wer soll geimpft werden? •In welchem Alter soll geimpft werden? •Warum gibt es die Altersobergrenze von 26 Jahren? •Warum sollen Buben geimpft werden? •Wer soll nicht geimpft werden? •Wie sicher ist der Impfstoff? •Muss vor der Impfung ein HPV-Test durchgeführt werden? •Wie effektiv ist die Impfung? •Gibt es eine Kreuzimmunität? •Ist ein Screening weiterhin notwendig? •Wie wird die Impfung verabreicht? •Wie lange hält der Impfschutz an? •Ist eine Auffrischungsimpfung notwendig?
• Wer soll geimpft werden? Alle Frauen und Mädchen von 9-26 Jahren und alle Buben von 9-15 Jahren.
• In welchem Alter soll geimpft werden? Für die Altersgruppe von 16- 26 Jahren wurde eine 100-ige prophylaktische Wirkung nachgewiesen. Je jünger Impflinge sind, desto besser reagiert das Immunsystem und desto effektiver ist die Prophylaxe. Für amerikanische Impfprogramme wurde das ideale Impfalter mit 11-12 Jahren festgelegt.
• Warum gibt es die Altersobergrenze von 26 Jahren? Die HPV-Impfung wurde als prophylaktische Impfung konzipiert, daher wurde zunächst die Altersgruppe von 16-26 Jahren in einer Studie von 25.000 Probandinnen untersucht. Dem ist die Zulassungsbehörde FDA und EMEA gefolgt. 2007 wird es Daten für die Altersgruppe bis 45 Jahre geben, dementsprechend wird auch die Zulassung erweitert werden. GSK hat für seinen bivalenten (16,18) Impfstoff „Cervarix®" um eine Zulassung bis 55 Jahre angesucht, es ist im Verlauf des Jahres 2007 mit der Zulassung gerechnet.
• Warum sollen Buben geimpft werden? Männer erkranken häufiger an genitalen Warzen (Condylomen) als Frauen. Männer können auch an HPV-assoziierten Karzinomen erkranken. Männer übertragen onkogene Papillomaviren und stellen einen wichtigen Risikofaktor für ihre Partnerin dar.
• Wer soll nicht geimpft werden? Der Impfstoff ist für Schwangere nicht zugelassen, im Rahmen der weltweiten Studie konnte jedoch festgestellt werden, dass kein negativer Effekt auf eine Schwangerschaft zu erwarten ist. Eine Impfung ist keinesfalls ein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch. Allergien gegen den Impfstoff wären ein Ausschlusskriterium, sind bisher aber noch nie aufgetreten.
• Wie sicher ist der Impfstoff? Bei über 25.000 Frauen gab es keine Impfstoff-bezogene schwere Nebenwirkung, das Nebenwirkungsspektrum entspricht dem anderer Impfstoffe, lokale Reaktionen, ev. leichte Kopfschmerzen oder Fieber.
• Muss vor der Impfung ein HPV-Test durchgeführt werden? Nein, eine HPV-Testung ist nicht kosteneffektiv und führt zu einer Verunsicherung der Patienten und hat aus folgenden Gründen keine klinische Relevanz: a) Die meisten HPV- Infektionen sind transient b) Meistens liegt nur eine Infektion mit einem HPV-Stamm vor (nur 5% mit zwei oder mehr Stämmen) c) Der einzig zugelassene Test (Hybride Capture II) stellt lediglich die Risikogruppe, jedoch nicht einen spezifischen Stamm fest. Der Impfstoff hat keinen Einfluss auf eine bestehende Infektion, bietet aber einen guten Schutz vor einer Re-Infektion (bei HPV-Infektionen gibt es keine natürliche Immunität), außerdem ist ein 100%iger Schutz gegen die anderen im Impfstoff enthaltenen Virusstämme nachgewiesen.
• Wie effektiv ist die Impfung? Die Impfung schützt als Vorbeugung zu 100%-vor Oberflächenkarzinomen an Gebärmutterhals und Vulva wie vor genitalen Warzen die durch die HPV¬Stämme 6, 11, 16 und 18 ausgelöst werden. Bei zum Impfzeitpunkt HPV¬positiven Frauen liegt der Impfschutz vor geringgradigen Karzinomvorstufen (CIN 1) bei 85%, der Schutz vor ausgeprägten Oberflächenkarzinomen (CIN III, Adenokarzinomen in situ) bei 100%.
• Gibt es eine Kreuzimmunität? Aufgrund der engen genetischen Verwandtschaft verschiedener Stämme ist auch ein Schutz gegen die Stämme 31 und 45 zu erwarten, hier gibt es jedoch nur vorläufige Ergebnisse, es sind hier weitere Studien notwendig.
• Ist ein Screening weiterhin notwendig? Da nicht alle onkogenen Stämme in der Impfung enthalten sind ist weiterhin der empfohlene zytologische Abstrich einzuhalten. Eine Reduktion der invasiven Karzinome wird möglicher Weise Jahrzehnte dauern, bis dahin ist das Screening weiterhin aufrecht zu erhalten.
• Wie wird die Impfung verabreicht? Nach der Erstimpfung werden die beiden Folgeimpfungen nach weiteren zwei und vier Monaten verabreicht (0, 2, 6 Monate).
• Wie lange hält der Impfschutz an? Zurzeit liegen Daten über 5 Jahre vor, ein weitaus längerer (möglicher Weise sogar lebenslanger) Schutz ist zu erwarten.
• Ist eine Auffrischungsimpfung notwendig? Diese Frage wird erst in einigen Jahren zu beantworten sein, in Studien wurde nachgewiesen, dass eine Auffrischung zu einer guten Boosterung der Antikörper führt. |

